“Wenn man erst einmal weiß,Weiß man auch, daß man weiß,Und wüßte lieber nicht.Aber zu spät.Schon weiß man, daß auchDie Hoffnung nie wieder,Nie wieder einkehrt, nie wieder;Sondern quer übers Meer, ade,Denen zusegelt, dieNoch nicht wissen,Noch etwa wissen,Daß es etwasZu wissenGibt.”
This passage by Mascha Kaléko reflects a contemplative and somewhat somber meditation on the nature of knowledge and the consequences of becoming aware of certain truths. The structure and repetition emphasize the weight of realization and the irreversible change it brings.
Key Themes:
The Burden of Awareness:
"Wenn man erst einmal weiß, / Weiß man auch, daß man weiß" highlights the moment of awakening or enlightenment. However, this is not a carefree gain but something accompanied by regret: "Und wüßte lieber nicht." Knowing can be painful; ignorance may sometimes feel preferable.
Irreversibility of Knowledge:
The phrase "Aber zu spät" marks the irreversible step: once knowledge is gained, it cannot be undone. This finality gives a sense of existential inevitability.
Loss of Hope:
The lines "Schon weiß man, daß auch / Die Hoffnung nie wieder / Nie wieder einkehrt" suggest that certain realizations extinguish hope forever. Knowledge here is paradoxically linked not to empowerment but to despair.
Departure of the Unaware:
The image "Sondern quer übers Meer, ade, / Denen zusegelt, die / Noch nicht wissen" depicts those still innocent or ignorant as sailing away—perhaps metaphorically moving away from harsh truths, leaving them behind.
Isolation in Understanding:
The final fragment, "Noch etwa wissen, / Daß es etwas / Zu wissen / Gibt," implies a rarefied awareness—that true knowledge concerns the awareness that there is indeed something meaningful to know. This can create a gulf between those "in the know" and those still naïve.
Overall Interpretation:
Kaléko’s poem conveys a cynical insight into the double-edged nature of knowledge: gaining awareness can lead to alienation and lost hope. The emotional tone is melancholic, highlighting a universal human tension between curiosity and the comfort of ignorance. The maritime metaphor underlines the journey away from innocence toward a stark reality that cannot be unlearned.
“Gleich als Du fortwarst, fing es an zu regnen.- Ich wußte, daß ein Ende so beginnt.Weil wir nie wieder denen begegnen,die für uns ausersehen sind.”
“An mein KindDir will ich meines Liebsten Augen gebenund seiner Seele flammenreines Glühn.Ein Träumer wirst du sein und dennoch kühnverschloßne Tore aus den Angeln heben.Wirst ausziehn, das gelobte Glück zu schmieden.Dein Weg ist frei. Denn aller Weisheit Schlußbleibt doch zuletzt, daß jedermann hieniedenall seine Fehler selbst begehen muß.Ich kann vor keinem Abgrund dich bewahren.hoch in die Wolken hängte Gott den Kranz.Nur eines nimm von dem, was ich erfahren:Wer du auch seist, nur eines - sei es ganz!Du bist, vergiß es nicht, von jenem Baume,der ewig zweigte und nie Wurzel schlug.Der Freheit Fackel leuchtet uns im Traume - bewahr den Tropfen Öl im alten Krug!”
“Sozusagen grundlos vergnügtIch freu mich, dass am Himmel Wolken ziehenund dass es regnet, hagelt, friert und schneit.Ich freu mich auch zur grünen Jahreszeit,wenn Heckenrosen und Holunder blühen.- Dass Amseln flöten und das Immen summen,Dass Mücken stechen und dass Brummer brummen.Dass rote Luftballons ins Blaue steigen.Dass Spatzen schwatzen. Und dass Fische schweigen.Ich freu mich, dass der Mond am Himmel stehtund dass die Sonne täglich neu aufgeht.Dass Herbst dem Sommer folgt und Lenz dem Winter,gefällt mir wohl. Da steckt ein Sinn dahinter,wenn auch die Neunmalklugen ihn nicht sehn.Man kann nicht alles mit dem Kopf verstehn!Ich freu mich. Das ist des Lebens Sinn.Ich freue mich vor allem. Dass ich bin.In mir ist alles aufgeräumt und heiter;Die Diele blitzt. Das Feuer ist geschürt.An solchem Tag erklettert man die Leiter,die von der Erde in den Himmel führt.Da kann der Mensch, wie es ihm vorgeschrieben,- weil er sich selber liebt – den Nächsten lieben.Ich freue mich, dass ich mich an das Schöneund an das Wunder niemals ganz gewöhne.Dass alles so erstaunlich bleibt, und neu!Ich freue mich, dass ich… Dass ich mich freu.”
“Wenn ich so allein bin, siehst du, und mich an alles erinnere, das ist das Schlimmste, daß man allein nicht darüber lachen kann, oder dann ist es nur so ein böses und bitteres Lachen, so daß man später über genau die gleichen Dinge doch wieder heult.”
“Für EinenDie Andern sind das weite Meer.Du aber bist der Hafen.So glaube mir: kannst ruhig schlafen,Ich steure immer wieder her.Denn all die Stürme, die mich trafen,Sie ließen meine Segel leer.Die Andern sind das bunte Meer,Du aber bist der Hafen.Du bist der Leuchtturm. Letztes Ziel.Kannst Liebster, ruhig schlafen.Die Andern... das ist Wellenspiel,Du aber bist der Hafen.”
“Manchmal denke ich – und es fällt mir schwer das zu sagen -, daß er die Menschen besser kennt als der Chef. Der Chef ist ein Idealist, ein großer Schatz, der das Beste für die Menschen will, ohne zu wissen, mit wem er es eigentlich zu tun hat. Luzifer aber weiß, daß sie lieber Himmel und Erde untergehen lassen würden, als ihr Auto abzumelden.”